Prof. Dr. Wolfgang Hiller erhält Bayerischen Klinikförderpreis 2000

Für ihre innovativen gesundheitsökonomischen Studien sind Prof. Dr. Wolfgang Hiller, Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, und Prof. Dr. Manfred M. Fichter, Direktor der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee, am 29. Mai 2001 in München mit dem Bayerischen Klinikförderpreis ausgezeichnet worden.

NIS LogoBei einem Festakt in den Räumen der Bayerischen Landesbank würdigten der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Landesbank, Dr. Peter Kahn, und der Vorsitzende der Jury, Prof. Dr. Klaus Peter, die hohe Qualität und die zukunftsweisende Perspektive der prämiierten Arbeit. Es handelt sich um eine wissenschaftliche Untersuchung mit dem Thema "Reduzierte Krankheitskosten durch optimierte Therapie - Eine gesundheitsökonomische Studie zur Behandlung somatoformer Störungen", die bei der diesjährigen Bewertung den dritten Preis erhielt.

Wie Prof. Hiller vor der Presse erläuterte, leiden Patienten mit somatoformen Störungen unter körperlichen Symptomen, für die keine medizinische Erklärung gefunden werden kann. In der Klinik Roseneck wurde ein neuartiges verhaltensmedizinisches Therapiekonzept entwickelt und erprobt, mit dessen Hilfe die Symptombelastung der betroffenen Patienten vermindert und ihre Lebensqualität gesteigert werden konnte. Gleichzeitig wurde ein Rückgang überflüssiger Kosten des Gesundheitssystems erreicht, wie die Auswertung der tatsächlich entstandenen Kosten in Kooperation mit den beteiligten Krankenkassen ergab.

Die Behandlungskosten der Klinik Roseneck waren bereits nach weniger als 2 Jahren wieder amortisiert, so dass langfristig große Einspareffekte möglich sind. Es handelt sich um die erste derartige Studie, die aus der internationalen Forschungsliteratur zu den somatoformen Störungen bekannt ist.

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